5 Nerd-Fragen an: Julian Klippert

Julian Klippert ist nicht nur Multifunktionär der PARTEI (Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative) sondern auch ein Nerd. Vor seiner Politkarriere als Ratsherr in Hannover, in der ihm von der FDP „Selbstbedienung vom Feinsten“ vorgeworfen wurde, war er unter anderem Autor für Das Schwarze Auge (und auch schon einmal für den Fischpott) und Comichändler. Wir haben den Star Wars– und Magic: The Gathering-Enthusiasten kurz vor der Bundestagswahl mit unseren fünf Nerd-Fragen belästigt.

Julian Klippert - ein Mann im Anzug mit Sonnenbrille, Zigarre, Weinglas und dem Plakat "Kinderarmut senken durch Kinderarbeit die Partei" Auf dem Plakat sind Kinderarbeiter auf einer alten Fotografie abgebildet.

1. Stell dir folgende Situation vor: Du willst dich im Maschpark mit angemessener Getränkeauswahl von einem anstrengenden Wahlkampfauftritt erholen, als sich auf einmal ein Portal nach Aventurien öffnet. Wer oder was sollte hindurchtreten?

Da wir in der Hitze des Wahlkampfs sind, kann es eigentlich nur jemand mit einem Schwarzen Auge sein. Das würde mir im Moment alles sehr vereinfachen. 😉

2. Was ist das Nerdigste, das du je getan hast?

Ich habe schon viele nerdige Dinge getan, sei es für Magic Grand Prix nach Italien zu fahren, meine Wochenenden an der See nur in einer Wohnung zum Rollenspiel spielen verwendet, Comics in meiner Comicbuchhandlung sortiert (noch bevor ich da gearbeitet habe)…, aber DAS Nerdigste?
In gewisser Weise ist, denke ich, das Nerdigste, was ich bisher getan habe, meinen Job zu schmeißen und mich vollkommen der Partei Die PARTEI zu widmen!

3. Falls du am 24. September in den Bundestag gewählt wirst – wirst du dich für Nerdbelange (z. B. die deutsche Comicindustrie, den kleinen Comicladen an der Ecke oder die Rollenspielbranche) stark machen? Oder eine staatliche Finanzierung für kleine unabhängige Kulturblogs vorschlagen?

Sowohl als auch. Schon jetzt stärke ich monatlich die Comicindustrie und den gar nicht mal so kleinen Comicladen an der Ecke. Mit den üppigen Diäten kann das also nur weiterhin ein Vorteil für die ganze Nerdindustrie bedeuten. Ansonsten sind nach einem Jahr Kommunalpolitik meine Schwerpunkte auch auf jeden Fall in der Kulturpolitik anzusiedeln. Insofern, wie kann der Fischpott-Blog mir helfen, um euch zu helfen?

Mit Gegenfragen rechnen wir hier eigentlich nicht – aber vielleicht könnte die PARTEI die Debatte um gemeinnützigen Journalismus aufgreifen, wie schon einmal bei den Ruhrbaronen vorgeschlagen.

4. Wir wissen, dein Herz schlägt für die PARTEI – aber welche fiktive Partei aus Film, Buch, Comic oder Game könntest du dir als politische Ersatzheimat vorstellen?

Da meine erste Heimat das Star Wars-Universum ist, kann es eigentlich nur die Rebellen-Allianz sein. Join the resistance! ❤

5. Ein Virus ist ausgebrochen, der 90 Prozent der Menschheit in hässliche, AfD-blaue Wutschlümpfe verwandelt hat. Du bist verschont geblieben und kannst dich mit genug Proviant im geheimen Bunker des Stadtrats von Hannover verstecken. Allerdings konntest du auf der Flucht nur drei Dinge aus deinem Privatbesitz mitnehmen. Welche sind das?

Nur drei Dinge? Das ist wirklich sehr knifflig, vor allem weil ich mich immer nur schwer entscheiden kann, aber ich versuche es:

Mein Smartphone. Schon jetzt überlebe ich kaum ein paar Stunden ohne dieses Gerät. Außerdem habe ich dort Zugriff auf alle möglichen Daten, Spiele, Bilder, Musik etc. Moment habe ich im Bunker eigentlich Empfang?
Den Plüsch-Marienkäfer meiner Verlobten, da ich ohne einen adäquaten Kissenersatz kaum schlafen kann.
Eine große Familientüte Popcorn, damit ich zusehen kann, wie sich die Wutschlümpfe gegenseitig selbst zerlegen.

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Über Fabian

Fabian Mauruschat ist Journalist, Blogger, Nerd und Monster-Experte. Er lebt irgendwo zwischen Ruhr, Rhein und bergischem Land. Hier arbeitet er als Gamesjournalist und Autor, unter anderem für Spiegel Online, das Stadtmagazin coolibri und das Games-Magazin WASD. Außerdem mag er Bücher, Spiele und Tiere, würde aber nie welche essen.

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