Bochum Bomber

Rätselraum Ruhrpott die Dritte

Einmal die Kneipe betreten, zum Tresen gehen und ein Foto mit den Worten aus der Tasche ziehen: „Haben sie diesen Mann schon einmal gesehen?“ Ein Traum für Tatortgucker, den der Rätselraum Ruhrpott mit dem Bochum Bomber wahrmacht.

Noch einmal kurz erklärt: Was ist ein Escape Room Game?

Rätselraum ohne Raum

Normalerweise sperren Escape Rooms Leute ein – daher der Name. In der Kneipentour-Variante des Rätselraums Ruhrpott geht es dagegen auf eine richtige Stadt-Rallye. Spielerischer Hintergrund ist das Verhindern eines Bombenattentates, das ein frustrierter Ex-Opelaner am Konzernvorstand durchführen möchte. Die Hinweise hat der Attentäter praktischerweise in mehreren Bochumer Kneipen versteckt.

Jäger der verlorenen Koordinaten

Wir müssen uns also von Kneipe zu Kneipe bewegen, Rätsel lösen und die nächste Location finden. Die Lösung der Rätsel sind Koordinaten, die wir in ein GPS-Gerät eingeben. In jeder Kneipe finden oder erhalten wir einen Hinweis, oft ein Schriftstück, in dem wir nach versteckten Antworten suchen müssen. In der letzten Kneipe muss dann die Bombe entschärft werden. Der Schwierigkeitsgrad der Rätsel variiert dabei zwischen „Lösung liegt dabei“ und „für Sherlock machbar“.

Für zusätzliche Spannung sorgt der leichte Unsicherheitsfaktor. Da die GPS-Koordinaten nie hundertprozentig eindeutig ist, standen wir ein oder zweimal vor der Wahl, in welche Kneipe wir reingehen, der Bedienung hinterm Tresen das Bild vom Bochum Bomber zeigen und fragen: „Haben sie diesen Mann schon einmal gesehen?“ Wir hatten aber immer den richtigen Riecher und mussten uns nicht als Möchtegern-Detektive outen.

Verpeilte Kneipenbesucher

Für unsere Gruppe war das alles nicht so einfach, wir hatten wohl den einen oder anderen Fehler gemacht und mussten im kalten Bochumer Regen (es war Februar!) durch die Innenstadt irren und immer wieder Sebastian vom Rätselraum anrufen. Der hat uns versichert, dass sich keine andere Gruppe so krass verlaufen hat – nun ja. Obwohl wir den Wettlauf gegen die Zeit verloren, Spaß hatten wir trotzdem.

Aus Spoiler-Gründen kann ich hier leider nicht auf die einzelnen Kneipen eingehen, nur soviel sei gesagt: Sie sind alle sehr zu empfehlen. Wer die Bochumer Kneipenszene abseits des berüchtigten Bermuda-Dreiecks kennenlernen will, sollte sich auf die Spur des Bochum Bombers begeben.

Veröffentlicht unter besucht,gespielt Verschlagwortet mit ,,, permalink

Über Fabian

Fabian Mauruschat ist Journalist, Blogger, Nerd und Monster-Experte. Er lebt irgendwo zwischen Ruhr, Rhein und bergischem Land. Hier arbeitet er als Gamesjournalist und Autor, unter anderem für Spiegel Online, das Stadtmagazin coolibri und das Games-Magazin WASD. Außerdem mag er Bücher, Spiele und Tiere, würde aber nie welche essen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.