Exit – Das Spiel: Die verlassene Hütte

Exit – Das Spiel: Die verlassene Hütte verspricht ein komplettes Escape Room-Erlebnis in einer kleinen, handlichen Schachtel. Ob das Spiel von Inka und Markus Brand1 erfahrene Escape Room Gamer überzeugt?

Was ist ein Escape Room Game? Hier wird alles aufgelöst.

Escape Room Games als handgemachte, im Bestfall feinstens konstruierte Erlebnisräume begeistern seit knapp 10 Jahren Rätsel-Fans in aller Welt. Jetzt hat eine Umsetzung für den heimischen Spieltisch die Wahl zum Kennerspiel des Jahres gewonnen: Exit – Das Spiel aus dem Verlag Kosmos. Alle drei Szenarien der ersten Staffel, nämlich Die verlassene Hütte, Das geheime Labor und Die Grabkammer des Pharao sind Preisträger. Das hat das rätselbegeisterte Team Fischpott neugierig gemacht: Wie passt denn bitte ein ganzer Escape Room in eine kleine Schachtel?

Die verlassene Hütte

Freundlicherweise hat uns Kosmos Die verlassene Hütte zu Testzwecken zugeschickt und schon kurz darauf hat sich die Testrunde versammelt. Das schönste Erlebnis kam fast zu Beginn: Kein Studium der Regeln, kein Erklären. Es wird einfach der Fluff-Text vorgelesen – Autopanne, Regen, Schutz suchen in einer Hütte2, eingeschlossen aufwachen – dann werden die Karten in drei Stapel aufgeteilt: Rätsel, Lösungen und Tipps.

Spielmaterial von Die verlassene Hütte: Karten und eine Decodierscheibe.

Nix wie raus hier

Grundlegend ist das Spielziel wie bei jedem Escape Game auch bei Exit – Das Spiel: Die verlassene Hütte das Entkommen. Dazu müssen nacheinander Rätsel gelöst werden. Die Lösung ist immer ein Code, der in die beiliegende Decodierscheibe eingegeben werden muss. Die Scheibe gibt dann eine Nummer aus, und die Lösungskarte mit der Nummer kann gezogen werden, die zum nächsten Rätsel führt. Dieses einfache Prinzip wird durch zwei gute Ansätze – die hier nicht spoilerfrei wiederzugeben sind – auch sehr sicher gemacht. Bei unserem Testspiel kam es nie zu „versehentlichen“ Lösungen.

Team Superschlau

Die Rätsel selbst sind durchaus knifflig, aber mit einer Gruppe, die unterschiedlich denkende Menschen vereint, sehr gut lösbar. Wer mit einem Rätsel nicht weiterkommt, kann sich an die Tipp-Karten wenden.3 Nach etwa 5 Minuten war unsere Gruppe in einem wie geölt laufendem Rätsel-Flow, der uns dann nach insgesamt etwas über 50 Minuten aus der Hütte geführt hat. Dabei haben wir, wie vom Hersteller vorgesehen, einen Teil der Spielmaterialien verbraucht. Die verlassene Hütte können wir also nicht mehr weitergeben. Das ist bei einem Preis von circa 13 Euro aber auch vollkommen in Ordnung.

Urkunde für das Bestehen von Die verlassene Hütte.

Team Fischpott hat es geschafft. War jemand schneller? Dann einfach einen Kommentar schreiben!

Fazit

Hut ab vor den Brands! Die verlassene Hütte muss sich nicht hinter einem ausgewachsenem Escape Room verstecken. Die Rätsel sind angemessen knifflig, passen zum Szenario und alle Spielmaterialien sind zudem noch schön gestaltetet. Wer Escape Room Games liebt, wird auch diese Home Entertainmet-Variante mögen. Wer neugierig auf das Spielprinzip ist, kann hier die eigene Rätselaffinität austesten.

Alter: 12+
1-6 Mitspielende
45-90 Minuten Spieldauer

  1. Denen wir auch das zu recht preisgekrönte Village verdanken.
  2. Reaktion der Spielenden: „Aha, ein Rocky-Horror-Picture-Szenario!“
  3. Die unsere superschlaue und erfahrene Gruppe natürlich nicht gebraucht hat
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Über Fabian

Fabian Mauruschat ist Journalist, Blogger, Nerd und Monster-Experte. Er lebt irgendwo zwischen Ruhr, Rhein und bergischem Land. Hier arbeitet er als Gamesjournalist und Autor, unter anderem für Spiegel Online, das Stadtmagazin coolibri und das Games-Magazin WASD. Außerdem mag er Bücher, Spiele und Tiere, würde aber nie welche essen.

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