Houses of Terror

Stellt euch vor, es ist mal wieder Halloween. In ganz Amerika warten mehr oder weniger liebevoll gestaltetes Spukhäuser darauf, von auf den besonderen Nervenkitzel fixierten Besuchern aufgesucht zu werden. Was aber, wenn man dank dem unüberschaubar großen Angebot quasi abgestumpft ist? Richtig, man setze sich mit seinen Freunden in ein Wohnmobil und klappert die offenkundig krassesten Horrorhäuser ab. Und dann gibt es da natürlich noch die Legende von dem EINEN Spukhaus. Quasi der ultimativen Halloween-Erfahrung.

Dazu muss man natürlich erstmal sagen, dass Halloween hierzulande zwar auch seit ein paar Jahren in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, aber natürlich längst nicht so krass wie in den USA zelebriert wird.

Ein Gastbeitrag von Ulf.

Ich persönlich bin immer ganz gerne in Freizeitparks gefahren, um mir dort im Oktober eine ordentliche Portion herbstlichen Horror abzuholen. Heißer Tipp hier mal von mir: Fort Fear Horrorland im sauerländischen Fort Fun. Was die jedes Jahr auf die Beine stellen schlägt fast alles vergleichbare, unbedingt mal auschecken.

Ein Seitengasse, ein böser Clown, jemand im blutbefleckten Hasenkostüm, ein Mädchen und ein Mann mit gruseligen Masken stehen über einer Leiche am Boden. Im Vordergrund ein Mann mit Pudelmütze und Brille.

In Houses of Terror (oder treffender im Original: The Houses October Built) fahren die Freunde Brandy, Mikey, Zack, Jeff und Bobby (die übrigens ihre echten Namen im Film verwenden wie auch fast alle anderen Darsteller) zusammen los, lachen, trinken und kiffen zusammen und wollen sich eine ganze Woche lang die volle Halloween-Dröhnung geben. Ist ja auch typisch, immer alles bis zum Exzess durchziehen (nicht dass einer von uns sich einen Lockroom nach dem anderen geben würde) und dabei immer extremere Events aufsuchen. Und sich natürlich dabei mit einem ganzen Arsenal Kameras zu filmen. Ja, richtig geraten, wir haben es mit einem weiteren Found footage-Film zu tun. Irgendwann geraten sie dann an den ultimativen Kick und ein Spiel auf Leben und Tod beginnt.

Seitenansicht einer Porzellanmaske mit Rissen, ein Auge ist hinter dem Augenloch zu erkennen.

Die einzelnen Horrorhäuser sind dabei teilweise richtig geil. Allesamt real existierend und im Abspann auch aufgeführt. Schon richtig irre was sich die Organisatoren von solchen nur im Oktober stattfindenden Veranstaltungen so einfallen lassen. Da wäre ich in so manchem Haus auch gern mal drin gewesen. Leider ist der Rest des Films dann doch eher leicht gehobene Standardkost, die gruseltechnisch niemanden mehr hinterm Ofen hervor lockt. Und Found footage ist eh nicht so ganz mein Fall. Blair Witch Project war schon richtig gruselig, klar, auch Paranormal Activity fand ich echt gut (auch wenn das neue Ende stark gesaugt hat), Chronicle auch und es gibt sicher noch weitere gute Vertreter aus dem Genre. Ich kann aber auch ganz gut ohne leben. Zumal das Ende jetzt auch nicht so richtig befriedigend war.

Houses of Terror ist ein unterhaltsamer Film für Genre-Freunde, wer auf Horrorhäuser zu Halloween steht schaut auf jeden Fall mal rein, die Sequenzen waren echt richtig gut und machen Lust drauf, zu Halloween selbst mal in die USA zu fliegen.

Disclaimer: Fischpott hat die Blu-ray zu Ansichtszwecken erhalten.


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