Kill Switch

Menschen kommen manchmal auf die seltsamsten Ideen, gerade wenn Profit winkt.
So zum Beispiel einfach mal ein Tor in eine unbewohnte Parallelwelt zu öffnen, um dort Energie anzuzapfen. Klingt nicht nach dem cleversten Plan, aber wenn Konzernmitarbeiter Dollarzeichen in den Augen haben, werden sie halt manchmal blind für gewissen Risiken.
Ist vielleicht auch ganz gut so, sonst wäre der Film sehr schnell vorbei.

Ego-Shooter-Modus

Für seinen Sci-Fi-Indie-Streifen Kill Switch konnte Regisseur Tim Smit immerhin den Legion-Darsteller Dan Stevens ins Boot holen. Dabei spielt der Film in zwei verschiedenen Zeitebenen – einmal in Flashbacks in denen man Dan Stevens aka Will Porter tatsächlich spielen sieht und einmal in der Gegenwart, in der man die Ereignisse um Will Porter aus der Ego-Perspektive verfolgt – ganz im Stile von Hardcore Henry. Ob der Mann hinter der Kamera in den Sequenzen tatsächlich Dan Stevens ist, oder man nur Zeit/Budget hatte, um ihn die Flashback-Szenen drehen zu lassen, kann ich nicht sagen, aber immerhin sind die Szenen in Ego–Perspektive nicht ganz so hektisch und nervig wie beim Henry.

Szene aus Kill Switch: Ein Mann mit Bart steht in einem Hausflur, hinter ihm ist undeutlich eine Frau zu erkennen, die eine Treppe heruntergeht.

Dan Stevens als Will Porter

Eye-Candy statt Brainfood

Ehrlicherweise muss man zugeben, dass der Plot von Kill Switch jetzt nicht so viel her gibt.
Natürlich geht das Experiment schief und der Protagonist, Pilot und Wissenschaftler Will Porter, wird in die Parallelwelt geschickt, um mit einem Kill-Switch, also einem Not-Aus-Schalter, der Experiment zu beenden. Doch die vermeintlich unbewohnte Welt, stellt sich als gar nicht so unbewohnt heraus und die Aufgabe von Will Porter seine Welt und, weil man ja als Zuschauer so etwas ähnliches wie emotionale Bindung haben muss, seine Familie zu retten als gar nicht so einfach.
Dabei sieht der Streifen mit vom Himmel fallende Schiffen und in Verfolgungsjagden involvierten Kampfdrohnen gar nicht so schlecht aus.
Doch trotz der ansehnlichen CGIs und der Ego-Shooter-Action schaffte es der Film leider nicht mich zu packen. Dafür waren weder Plot noch Charaktere wirklich interessant genug.

Eine kugelförmige Maschine mit weit offen stehender Tür.

Fazit

So schlecht wie er an andere Stelle besprochen wurde, fand ich Kill Switch jetzt nicht. Ich habe da schon wesentlich schlimmere Indie-Sci-Fi-Sachen gesehen. Gerade in die Effekte wurde viel Arbeit und Liebe gesteckt und hätte man das Drehbuch und die Ausgestaltung der Geschichte/Charaktere genauso in den Fokus gerückt, wäre Kill Switch vermutlich ein erinnerungswürdiger Sci-Fi-Streifen geworden. So ist er leider nur ein ganz ansehnlicher aber kurzweiliger Zeitvertreib.

Ein Mann untersucht ein mit vielen Kabeln versehenes Gerät. Links und rechts von ihm steht jeweils eine Frau und sieht ihm zu.


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