Mission Accepted Berlin

Wenn es mich schon mal nach Berlin verschlägt, dann muss da natürlich auch ein Escape Room dran glauben! Und soviel kann ich vorausschicken: Die Erfahrung im Mission Accepted war alternativlos!

“Ick weess übahaupt nich wat’n Escape Room is!” Na dit hia!

Anfahrt und Team

Ehrlich gesagt: Im Berliner Straßengewirr habe ich jede Orientierung verloren – da aber die Räume in einem Einkaufszentrum untergebracht sind, gibt es drumrum auch genug Parkhäuser und bekanntlich kommt man in Berlin mit den Öffentlichen ja überall hin.

Unser Spielleiter hatte nicht nur große Geduld mit uns, sondern hat seinen Job auch sehr gut gemacht. Ich rechne ihm groß an, dass er uns nicht ins Gesicht gelacht hat, als wir nur zu zweit auftauchten, um unter anderem den für 6 Personen empfohlenen Raum Revolucion Olé zu spielen. Mit mir war der Escape-Room-Veteran Markus mit dabei.

1. Raum: Revolucion Olé

Die Räume des Mission Accepted unterscheiden sich auf originelle Weise vom normalen Escape-Room-Konzept. Hier versucht man nicht rauszukommen, sondern es gilt eine konkrete Aufgabe zu lösen. In diesem Fall müssen wir die Vertrauten des Diktators in einer Banenenrepublik auf unsere Seite ziehen, damit El Capitan gestürzt werden kann. Aber dazu müssen wir herausfinden, wie sie in bestimmten Fragen bei der nächsten Ratssitzung abstimmen werden. Alle fünf Minuten plöppt auf einem Bildschirm eine konkrete Frage auf und wir müssen – je nachdem, ob die Mehrheit des Kabinetts dafür oder dagegen eingestellt scheint – mittels Knöpfen darunter mit „Ja“ oder „Nein“ stimmen.
Haben wir am Ende des Spiels genug der Fragen richtig beantwortet, wird der Diktator gestürzt. Falls nicht, droht uns die letzte Zigarette vor einer dekorativen Steinmauer. Wer hierbei an das gute alte Brettspiel Junta denkt, liegt mit seiner Assoziation goldrichtig.

Also wühlen wir uns durch das Büro des Capitan und finden dort zahlreiche Texte und andere, zum Teil verschlüsselte Hinweise, einige davon auch in Audioform. Dass wir die Reihenfolge der Fragen vorher nicht wissen, erschwert das Spiel ebenso wie die Tatsache, dass der Raum eben einfach für sechs Leute gemacht ist, die gleichzeitig suchen. Am Ende haben wir es aber – arg verschwitzt, aber angemessen stolz – mit nur 5 Minuten über der Zeit geschafft, den Diktator zu stürzen.

Der Raum ist eher einfach eingerichtet, aber die Verstecke, Hinweise und vor allem die technischen Rätsel waren ausgesprochen gut und originell gemacht. Wir hatten, neben einem drohenden Kreislaufversagen, eine riesige Menge Spaß!

2. Raum: Space Escape

Wir durften rund eine Woche vor dem offiziellen Start bereits ins All starten. Denn bei Space Escape befinden wir uns in einer Rakete, mit der wir zu einem Asteroiden fliegen und ihn sprengen müssen, bevor er die Erde vernichtet. Dazu müssen Aufgaben erfüllt werden, die auf dem Hauptbildschirm angezeigt werden.

Dieser Raum ist wirklich der feuchte Traum jedes Nerds und hat mit der Geschichte und der unfassbar beeindruckenden Ausstattung Markus und mich damit ganz klar abgeholt. Jede Menge Schalter, Lichter, Köpfe, Bildschirme, von denen die meisten im Laufe des Spiels tatsächlich benutzt werden. Der Raum ist eine traumhafte Mischung aus Action und Rätseln. Auf ein kniffliges Denkspiel folgt eine schnelle Runde Knöpfe drücken und umgekehrt. Wer in Ruhe vor Buchstabenfolgen knobeln will, wird mit Space Escape wenig anfangen können, aber wer Star Wars oder Star Trek oder allgemein SciFi mag, der wird hier einen Astronautenspaß haben!

Space Escape bei Mission Accepted Berlin: Ein wunderbar eingerichtetes Raumschiffinneres.

Fazit: Diese beiden Räume von Mission Acccepted haben in Spielspaß und Aufmachung eine ganz explizite Empfehlung verdient. Sie sind natürlich vorrangig etwas für Leute, die Spaß daran haben, sich in die Geschichte eines Raumes fallen zu lassen und weniger für Puristen des Escape-Room-Genres, aber wer gut gemachte Immersion und originelle Ansätze mag, der wird diese Räume lieben. Spieltechnisch machen sie auf jeden Fall alles richtig! Die Rätsel sind anspruchsvoll, aber nicht zu schwer, die Ausstattung und vor allem die technischen teile großartig. Geht da hin, Leute!


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