Pairs: Das Schwarze Auge

Mit Pairs: Das Schwarze Auge liegt eine weiter Variante des recht beliebten Kartenspiels vor. Spielerische Unterschiede ergeben sich nicht, wer also schon einmal Pairs gespielt hat, kann direkt loslegen. Und wem Pairs mal so gar nichts sagt erkläre ich es hier einmal kurz. Kurz ist auch das Stichwort, man spielt nur so 10-15 Minuten an einer Runde.

Ein Gastbeitrag von Ulf.

Kartenzählen schwer gemacht

Die handliche Schachtel offenbart dem interessierten Spieler erst einmal 55 Karten, wobei eine Karte den Wert 1 hat, zwei Karten den Wert 2 und so weiter bis zu zehn Karten mit dem jeweiligen Wert 10. Das Spielziel ist es dabei, unbedingt zu vermeiden, ein Pärchen zu kriegen. Deshalb auch der Titel Pairs. Dabei wird in 4 Varianten gespielt, wobei nur die Standardvariante mit den auf der Packung genannten 2-8 Spielern möglich ist, alle anderen Spielarten sind nur für 2-6 Spieler gedacht. Diese Varianten sind aber alle sehr ähnlich. Das klassische Pairs läuft dabei wie folgt: Man mischt die Karten, legt 5 Karten raus und gibt jedem Mitspieler eine Karte, die er offen vor sich auslegen muss. Der Rest ist der Nachziehstapel beziehungsweise die 5 aussortierten Karten sind der Ablagestapel. Wozu aussortieren? Richtig, um es notorischen Kartenzählern schwerer zu machen (Damn you, notorischer Kartenzähler!).

Don’t grow a Pair

Dann schaut man kurz, wann das Spiel vorbei ist (das hängt von der Spieleranzahl ab, bei 4 Spielern zum Beispiel wenn einer 16 Punkte gemacht hat – Punkte machen ist hier nicht gut, wer zuerst 16 Punkte hat verliert in diesem Fall) und es fängt der Spieler mit der kleinsten ausliegenden Karte an. Dieser hat jetzt die Qual der Wahl, wobei Pest und Cholera hier Karte ziehen oder Aussteigen heißt. Wenn man eine Karte zieht legt man diese ebenfalls offen vor sich hin (das hatten wir beim ersten Lesen der Anleitung nicht 100% verstanden, ist aber so, hab es recherchiert) und der nächste ist dran. Wenn man sich fürs Aussteigen entscheidet, dann muss man bei einem Mitspieler eine ausliegende Karte wählen und legt diese bei sich ab, der Wert der Karte sind die Anzahl der Punkte, die man zur Strafe kriegt. Es kann also durchaus Sinn machen, bei niedrig liegenden Karten auszusteigen. Wenn man hingegen eine Karte zieht und mit dieser und seinen ausliegenden Karten ein Paar bilden kann, kommt eine der beiden Karten auf den Ablagestapel und die andere als Strafe aufs eigene Punktekonto. Dann werden alle ausliegenden Karten abgelegt und neu angefangen. Das geht dann solange, bis ein Spieler die Punktzahl zum Verlieren zusammen hat.

Vier Varianten müsst Ihr sein

Die anderen Varianten heißen „Kampfgetümmel“, „Medusa“ und „Turnier“ und spielen sich grundsätzlich gleich, nur dass man hier statt Aussteigen oder Nachziehen zwischen Ducken oder Zuschlagen entscheiden muss. Ducken heißt man nimmt eine Karte und legt diese als Schildkarte vor sich ab, beim Zuschlagen hingegen wird die Karte in der Mitte ausgelegt. Auch hier gilt: Pärchen sind schlecht, wenn man in der Mitte ein Paar verursacht, dann kann man dieses noch mit einer gleichhohen Schildkarte abwehren, ansonsten gibt es wieder die Hälfte des Paars als Strafe sowie einen Extrapunkt für jede Schildkarte. „Medusa““ ist hierbei nur eine Variation dieser Spielweise, wo man mal gemeinsam gegen die Mitte gewinnen muss (und Schildkarten von nebenan sitzenden Spielern mitverwendet werden können) wohingegen das „Turnier“ etwas komplexer ist. Hier werden Karten gezogen, verdeckt gehalten und man versucht, durch geschicktes Spielen oder dreckiges Betrügen seine Mitspieler ausstechen, wobei der aktive Spieler hier die Aussagen seines Nachbarn anzweifeln kann (ähnlich wie bei dem Würfelspiel Meier beispielsweise).

Landkarte von Aventurien mit Pairs-Karten, Würfeln und Bleistiften.

Fazit: Taugt auch zum Saufen

Pairs ist ein durchaus spaßiges, schnelles Kartenspiel, welches sogar relativ gut als Trinkspiel funktionieren kann. Der DSA-Bezug ist allerdings nur durch die Kartenmotive erkennbar, jede Zahl hat ein eigenes Motiv aus dem Das Schwarze Auge-5. Edition-Universum, ein Schema (also nur Helden, Götter, Kreaturen) gibt es dabei nicht. Gerade da wäre sicher noch mehr drin gewesen (12 Götter, also 12 Kartenwerte statt 10? Attacke und Ausweichen statt Zuschlagen und Ducken?), macht das Spiel aber auch nicht schlechter. Ich habe mir überlegt, vor jedem DSA-Abend eine Runde Pairs zu spielen und der Verlierer muss dann Chronik schreiben oder zusammenfassen. Meine Runde wird mich hassen dafür. Daumen hoch für Pairs, macht Spaß!

Wir haben ein Testmuster von Truant Spiele erhalten.

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