ParaPark Frankfurt

In freier Abwandlung des abgeschmackten Sprichworts, mit dem frisch Verlassene getröstet werden: Auch andere Bundesländer haben schöne Escape Rooms. Sogar Hessen? Wir haben es gewagt, den ParaPark Frankfurt unter die Lupe zu nehmen.

Ei wasch babbelst da von Escape Rooms? Wasisch des? Des hier.

Anfahrt und Team

Der Parapark versteckt sich recht gut in einem Frankfurter Wohngebiet, liegt aber unweit einer S-Bahn-Haltestelle und ist damit auch mit den ÖPNV gut zu erreichen.

Manuel hat uns freundlich empfangen und als Spielleiter ein sehr gutes Händchen dafür bewiesen, wann wir Hilfe brauchen und wann wir von selbst auf die Lösung kommen.

Diesmal habe ich mit Markus und Niko zwei Greenhorns mitgenommen, die bisher noch kaum Erfahrung mit Escape Rooms haben. Ob das unser Verderben in diesem Raum war, der ein Nachbau eines der ersten Escape Rooms überhaupt aus der Jungfernzeit des Hobbys ist? Ihr erfahrt es im Folgenden.

Das 9. Portal

Da kommt man einmal nach Frankfurt und dann wird man in einen Raum gesperrt, in dem eine Geisterbeschwörung schiefgelaufen ist und das Portal zur Totenwelt offensteht. Klar, dass wir es schließen sollen. Dafür braucht es auch nur das Buch der Toten …

Die Einrichtung des Raumes ist sehr einfach gehalten, einen Stilpreis wird er nicht gewinnen und so will auch kein echter Grusel aufkommen. Dafür haben es aber die Rätsel des 9. Portals so richtig in sich! Unter dem raffinierten Einsatz diverser Technik fordert der Raum so manche geistige Transportleistung, ohne dabei aber seinen Flow zu verlieren. Die Rätsel verlangen Querdenken und aufmerksames Stöbern, über den Tellerrand (oder in diesem Fall Möbelrand) schauen, und greifen dabei gut ineinander. Sie nutzen originelle Strukturen und sind stets logisch, ohne mathematisch fordernd zu sein. Kurzum: bei den Rätseln macht der Raum alle richtig und darum eine Menge Spaß.

Wir haben es mit gut zehn Minuten auf der Uhr rausgeschafft.

Fazit: Die Punkte, die man beim Look abzieht, darf man bei der Rätselstruktur locker wieder draufpacken. Wer sich in schönen Räumen in einer ebensolchen Geschichte verlieren möchte, wird bei Parapark nicht recht glücklich werden. Aber eine klare und ausgesprochene Empfehlung für alle, die vorrangig wegen der Rätsel in einen Escape Room gehen und die mal so richtig den Kopf rauchen lassen wollen.

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Über André

André Wiesler wurde 1974 in Wuppertal geboren, wo er bis heute mit seiner Frau Janina und seinem Sohn Lorenz lebt und arbeitet. Er ist als Autor für phantastische Romane, Spieleentwickler, Marketing- und Social-Media-Berater, Lesekomiker, Übersetzer und Slam-Poet tätig. Außerdem unterrichtet er SchülerInnen jeden Alters in der Kunst, vor allem aber im Handwerk des Schreibens. In seiner Freizeit spielt er Rollen- und Brettspiele und betreibt Mixed Martial Arts. Vor allem aber hat er zu (fast) allem eine Meinung und teilt diese gerne mit der Öffentlichkeit. Mehr zu ihm erfahren Neugierige unter www.andrewiesler.de.

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