Resident Evil 5 (Remastered) – Playstation 4

Out of Africa

2009 war das Jahr, in dem die Resident-Evil-Serie in Teil Fünf statt in den Straßen und Herrenhäusern von Racoon-City ihr Unheil auf dem afrikanischen Kontinent gesucht hatte.
Chris Redfield wurde damals die toughe Sheva Alomar zur Seite gestellt und das war verdammt nochmal auch nötig, denn anders als seine Vorgänger war Resident Evil 5 wesentlich weniger Horror- dafür aber umso mehr Actionlastig.

Ein Gastbeitrag vom „Dirty Nerd“, David Grashoff.

Diese Abkehr des Horror-Spiels hin zum Horror-Action-Survival wurde damals von den Fans heftig diskutiert, änderte aber nichts an der Tatsache, dass Capcom mit Resident Evil 5 ein wirklich gutes Spiel auf den Markt geworfen hatte, davon ab, in welche Schublade man es stecken mag.
Eine große Auswahl an Waffen und Gegner sorgen für einen rasanten Ritt durch verschiedene afrikanische Landschaften und hier und da dürfen natürlich auch die genretypischen Schreckmomente nicht fehlen, die den Adrenalinspiegel in die Höhe treiben. Auch die Geschichte, weg von dem „Ur-Zombie“ hin zum parasitären Befall gibt dem Ganzen einen neuen interessanten Ansatz (wenn man mal davon absieht, dass man eigentlich durchgehend als weißer Mann auf dunkelhäutige Zombies schießt – was mir manchmal ein wenig komisch vorkam).

Szene aus Resident Evil 5: Eine schwarze Frau und ein weißer Mann stehen Rücken an Rücke mit erhobenen Pistolen in einer afrikanischen Stadt.

Sheva Alomar und Chris Redfield.

Zusammen sind wir stark

Die größte Stärke von Resident Evil 5 war aber noch nicht mal der gelungene Umschwung auf das Action-Shooter-Genre, sondern vor allem der großartige Coop-Modus (damals eine Neuerung in der Resident-Evil-Reihe), in dem man zusammen mit einem Freund oder einer Freundin das komplette Spiel durchzocken kann.
Und das ist auch sinnvoll, denn gerade in den höheren Schwierigkeitsstufen ist ein Partner, der einem den Rücken freihält überlebenswichtig. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass nicht hinter jeder Ecke Munition und Heilkräuter zu finden sind.
Außerdem macht es einfach Spaß, sich in Gesellschaft den Zombiewellen entgegenzustellen und gegen die Bossgegner zu bestehen. Dazu kommt, dass die KI von Sheva im Einzelspielermodus bei weitem nicht mit der eines menschlichen Spielers zu vergleichen ist. Zum Teil handelt sie wie ein verwirrter Tetris-Stein und ist größtenteils nur dazu dienlich Equipment herumzutragen.

resident_evil_5_screenshot

Alles neu, alles glänzt

Natürlich kommt Resident Evil 5 in seiner Remastered-Version im neuen grafischen Gewand daher.
Die Full-HD-Auflösung in 1080P und vor allem die 60 Bilder die Sekunde tun dem Spiel gut. Auch wenn die Bildrate manchmal, wenn sich viel Rambazamba auf dem Bildschirm abspielt, in die Knie geht. Sonst spielt sich Resident Evil 5 sehr geschmeidig und die Grafik wurde gerade in Sachen Figurenmodelle, sowie Licht und Schatten ordentlich gepimpt. Trotzdem sieht man dem Spiel hier und da, vor allem an den Hintergrundtexturen, sein Alter an.
Resident Evil 5 kommt mit alles DLCs und einigen neuen Spielmodi daher, wie der No-Mercy-Modus, der bisher nur auf PC spielbar war.

chainsawzombie

Szene aus Resident Eveil 5: Ein Zombie mit Kettensäge und einem Sack auf dem Kopf.

Fazit

Bei der technischen Umsetzung auf die Playstation 4 hätte man durchaus noch ein Stück mehr aus dem Spiel und der afrikanischen Kulisse rausholen können, trotzdem bekommt man mit Resident Evil 5 – für eine schmale Mark – nicht nur einen sehr ordentlichen Horror-Action-Shooter sondern vor allem eines der besten Coop-Spiele, die je auf der PS3 das Licht der Welt erblickt haben.
Wer es 2009 schon gemocht hat, wird auch bei der Remastered-Version auf seine Kosten kommen. Wer es noch nicht kennt, sollte sich einen Kollegen oder eine Kollegin schnappen und dem Zombie-Shooter eine Chance geben.


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