Bleierne Hitze

„Schon beim in die Hand nehmen und Blättern kommt man nicht umhin, die Papierqualität zu bemerken …“ Solche Anfänge finde ich immer zum Kotzen. Ich möchte der Kritikerin, dem Rezensenten zuschreien, sich um den verdammten Inhalt zu kümmern und mich mit so unwichtigem Kleinkram wie der stofflichen Welt zu verschonen. Tja, und jetzt hat es mich doch erwischt. Ich nehme … mehr …

Stoker

Hollywood scheint sich mittlerweile in seinen Releases nur allzu gerne auf die Wiederverwertung alter Ideen und die finanzielle Sicherheit fortlaufender Franchises zu verlassen. Filmliebhaber, die angesichts des neusten Paranormal Activity- oder Captain America-Trailers nicht unbedingt vor Begeisterung direkt aus der Unterbuchse hüpfen, sind also oft mit einem Blick auf das Ausland am besten beraten. Besonders in den letzten Jahren geriet … mehr …

Andreas Eschbachs »Todesengel«

kontrovers as kontrovers can Da eröffne ich hier kürzlich, dass mir kontroverse Geschichten gefallen – und schwupps habe ich ein Exemplar kontroversester Güte auf dem Tisch. Andreas Eschbachs »Todesengel« hat mir den Nachtschlaf geraubt. Nicht weil ich so gefesselt war von der spannenden Erzählung. Vielmehr hat mich der »Todesengel« innerlich zerrissen und reichlich entsetzt hinterlassen. Meinen eigenen Kriterien zufolge sollte … mehr …

Homeland

Die legitime »24«-Nachfolge Mehr als zehn Jahre ist es her, da »24« Jack Bauer in den Antiterror-Krieg und mich in seinen Bann zog. Lange haben wir Fans warten müssen, bis die Paranoia wieder Einzug in unsere Wohnzimmer hielt: »Homeland« heißt die legitime Nachfolge, stammt aus der Feder zweier »24«-Autoren und basiert inhaltlich auf der israelischen Serie »Hatufim« (Prisoners of War). … mehr …

Wenn Sieben Tage zur Ewigkeit werden

Deon Meyers aktueller Südafrika-Thriller Kennt ihr das? Ihr habt drei Bücher eines Autoren gelesen, die waren einfach nur toll. Pageturner und dennoch intellektuell anregend. Spannend, geistreich, voller Abwechslung. Dann bekommt ihr das aktuelle Werk geschenkt, freut euch auf wunderbare Lesestunden – und versinkt in Langeweile. So aktuell geschehen mit dem neuesten Output von Deon Meyer, jenem Südafrikaner, den ich kürzlich … mehr …

Deon Meyer

Portrait des ersten Thriller-Autoren Südafrikas Deon Meyer ist Bure. Oder Afrikaaner, wie es heute heißt. Also ein Nachfahre jener Bevölkerungsminderheit des Landes am Kap der guten Hoffnung, die die Apartheid erfunden hat. Deon Meyer aber ist kein Rassist. Ganz im Gegenteil: Als bekennender Demokrat ist er fasziniert von kulturellen Vielfalt Südafrikas, das nicht weniger als elf Amtssprachen hat. Seine Bücher … mehr …

Die Möbius Affäre

Ein Spionagefilm für Frauen August Ferdinand Möbius war ein Leipziger Mathematiker und Astronom. Mitte des 19. Jahrhunderts beschrieb er erstmalig die zweidimensionale Struktur, die nur eine Kante und eine Oberfläche hat: das Möbiusband. Eine solche Struktur nennt sich auch nicht-orientierbar, weil man bei ihr zwischen oben und unten oder innen und außen nicht unterscheiden kann. Als Objekt ist das Möbiusband … mehr …

Ridley Pearson

Portrait eines rockenden Schriftstellers Hierzulande dürfte der Name Ridley Pearson weitgehend unbekannt sein. Bestenfalls meldet sich eine leise Stimme, die sagt: »Moment, war das nicht der mit der Lou Boldt-Serie? Irgendwas mit Seattle? Ziemlich clever geschrieben?« Lange ist es her, dass seine Bücher ins Deutsche übersetzt wurden. Dabei schaut der US-amerikanische Schriftsteller und Musiker auf eine respektable Karriere zurück: 27 … mehr …

Das »Cloud Atlas«-ABC

Sechs Genres, Schauspieler mit bis zu sechs Rollen, Weiße als Asiaten. Dann auch noch drei Regisseure und jeder Cineast weiß: Dieser Film muss ein Desaster werden. Aber alle Zutaten haben in der Alchemistenküche Kino zusammen gefunden und sie leben! Und nicht nur das, »Cloud Atlas« ist ein Meisterwerk. Zum besseren Verständnis haben wir uns an die alphabetische Kartierung des Films … mehr …

Jack Reacher – der Film

Filmplakat von Jack Reacher mit Tom Cruise: Ein schwarzhaariger Mann mit eine Lederjacke steht auf einer von Laternen beleuchteten nächtlichen Straße. Er schaut den Betrachter an. In seinem Gesicht ist eine blutige Schramme, in seiner rechten Hand eine Pistole.

Mit Tom Cruise zum Serienhit? Als vor ungefähr zwei Jahren die Bombe platze, ging ein kollektiver Aufschrei durch die weltweite Fangemeinde: »Tom Cruise als Jack Reacher? Das kann doch nur ein Scherz sein!« War es aber nicht. Vater der Erfolgsfigur Lee Child stand von Anfang an hinter der Besetzung. Geben wir dem Scientologen Nummer 1 also eine Chance und schauen … mehr …