The Saw Massacre – Sportpark Gelsenkirchen

Der Escape Room des Sportpark Gelsenkirchen trägt seine Inspirationsquelle, die düsteren und blutigen Saw-Filme, bereits im Namen. Ob The Saw Massacre mit seinen cineastischen Vorbildern mithalten konnte, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Noch einmal kurz erklärt: Was ist ein Escape Room Game?

Anfahrt und das Team

Der Sportpark Gelsenkirchen strahlt konzentrierten Ruhrpottcharme aus, das beginnt schon auf der Hinfahrt mit den umliegenden Gebäuden, setzt sich in der Fassade fort, die eher an eine etwas in die Jahre gekommene Spielhalle erinnert und wird auch im Innern eingelöst, wo das Motto „Weniger ist mehr“ vielleicht ein bisschen zu ernst genommen wurde. Aber, soviel sei vorausgeschickt, man sollte sich vom eher schlichten Äußeren des Hauses und des Umlandes nicht täuschen lassen, die positive Überraschung wartet im Keller!

Eine schmuddelige Kellertür mit Blutspritzern.

Der Sportpark bietet neben dem Escape Room auch Attraktionen wie Paintball oder Lasertag an und besitzt einen eigenen Parkplatz.

Das Team Fischpott bestand diesmal nur aus Markus und mir. Wir haben bereits zahlreiche andere Räume zusammen gespielt.

Der Raum

Schon der Vorraum, in dem man die übliche Einführung in das Spiel und die Hintergrundgeschichte bekommt, ist stimmungsvoll eingerichtet und dekoriert. Es wird umgehend klar, dass es hier um einen Horrorraum handelt. Hier kann Gelsenkirchen gegenüber allen bisherigen Räumen punkten, bei denen die Einführung meist vor dem Raum, maximal in einer gemütlichen Sitzecke stattfand .

Schmutzige Waschbecken und Blutflecken an den Spiegeln darüber.Dann wird man mit einer Augenbinde versehen, in den Raum gebracht und angekettet, denn die Geschichte sagt aus, dass wir von einem Irren gefangengenommen wurden. Wenn wir es nicht schaffen, uns binnen einer Stunde zu befreien, werden wir sterben. Der Verrückte möchte eben ein Spiel mit uns spielen. Bittesehr, kann er haben!

Das im Vorraum angedeutete hohe Niveau der Einrichtung und Dekoration wird auch im Innern des Raumes durchgehend beibehalten. Die Requisiten sind wunderschön, die Rätsel sind knackig und verlangen ausgesprochen viel Kooperation der Spielenden. Der Raum hält einige Überraschungen und Gänsehautmomente bereit, die ich so bisher noch in keinem Raum gesehen habe. Wer des Nachts das Licht anlässt, wird hier nicht glücklich.

Die Mischung aus technischen, logischen und mechanischen Rätseln ist sehr gut gelungen und der Flow, also der Weg von einem Rätsel zum nächsten, ist makellos. Alle Rätsel sind logisch und die Hinweise gut gesetzt. Auch die Spielleitung war sehr kompetent. Besondere Herausforderungen stellt der Raum an die Gedächtnisfähigkeit und ein bisschen Rechnen sollte man auch können.

Markus und ich mussten auf jeden Fall die ganze Zeit Vollgas geben und haben den Raum mit weniger als zehn Minuten auf der Uhr beendet. Mit drei oder vier Spielern sollte das ein bisschen entspannter sein, aber auch alte Hasen werden vom Saw Massacre auf die Probe gestellt. Er ist darum eher etwas für Spieler, die schon den einen oder anderen Raum gemeistert haben.

Fazit: The Saw Massacre steht weit oben in meiner Top Five. Die Rätsel sind originell und knackig, die Ausstattung und Aufmachung genial. Neulinge könnten jedoch etwas überfordert sein, denn der Raum kann auch erfahrene Escape-Room-Fans noch überraschen und fordern. Für diese aber eine unbedingte Spielempfehlung!

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Über André

André Wiesler wurde 1974 in Wuppertal geboren, wo er bis heute mit seiner Frau Janina und seinem Sohn Lorenz lebt und arbeitet. Er ist als Autor für phantastische Romane, Spieleentwickler, Marketing- und Social-Media-Berater, Lesekomiker, Übersetzer und Slam-Poet tätig. Außerdem unterrichtet er SchülerInnen jeden Alters in der Kunst, vor allem aber im Handwerk des Schreibens. In seiner Freizeit spielt er Rollen- und Brettspiele und betreibt Mixed Martial Arts. Vor allem aber hat er zu (fast) allem eine Meinung und teilt diese gerne mit der Öffentlichkeit. Mehr zu ihm erfahren Neugierige unter www.andrewiesler.de.

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