Langfinger: Diebstahl deluxe

Spät in der Nacht. Die Profis suchen ihre Werkzeuge zusammen, um Tresore, Truhen und Vitrinen auszuräumen. Aber finden sie auch den richtigen Hehler?

Bei Langfinger können bis zu fünf Spieler die Rollen von internationalen Einbruchsspezialisten wie Yoshiko Yosetsuki, Hans Hammer, Bobby Blueprint, Tommaso Tenaglia oder Pascal Passepartout übernehmen. Die Charaktere besitzen alle ein Spezialwerkzeug, dass sie einmal pro Runde einsetzen können. Die Runden laufen in mehreren Phasen ab. Nach und nach werden alle Orte am Rand des ziemlich handlichen, weil sehr kleinen, Brettes besucht. Aber zuerst markiert jeder Spieler die Orte, die er aufsuchen will mit bunten Holzklötzchen (maximal drei für jeden). Reihum setzen die Knackis ein Klötzchen nach dem anderen. So gibt es an jedem Ort eine Reihenfolge von Spielern, ganz nach dem Motto: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Dann werden die Orte nach und nach abgefrühstückt.

Kleine Stadttour: Oben die City, rechts die Villa, unten Ruinen und Museum. Andenken können im Hafen verkauft werden.

Kleine Stadttour: City, Villa, Ruinen, Museum, Hafen

Zuerst ziehen die Spieler in der City offen liegende Karten mit Einbruchswerkzeugen darauf. Im Villenviertel erfolgen die ersten Einbrüche. Um die hier liegenden Beutekarten zu rauben, gibt der Spieler eine Anzahl passender Werkzeugkarten ab. Nun können in den Ruinen Werkzeugkarten von der Hand mit welchen vom verdeckten Stapel getauscht werden. Denn vielleicht hat man danach ja die passenden Einbruchsutensilien für das Museum. In der letzten Phase geht es zum Hafen. Hehler bieten hier Geld für Kunstwerke und Schmuck. Wer beim Hehler Moneten einsackt kommt voran auf der Punkteskala. Zum Schluss wechselt der Startspieler für die nächste Runde. Ganz am Ende gewinnt der Einbrecher mit dem meisten Geld.

Fünf Gauner müsst ihr sein

Fünf Gauner müsst ihr sein

Langfinger ist ein kleines buntes Brettspiel, das sicher auch in einer Familie mit Kindern gut ankommt. Auf der Packung steht die Empfehlung: „Ab acht Jahren.“ Trotz einfacher Regeln entsteht ein komplexes Zusammenspiel mit viel Interaktion. Allerdings hätte das Spielbrett etwas größer ausfallen können. Die Packung ist nur spärlich mit den Karten und Holzfiguren ausgefüllt, so dass eine größere Spielfläche durchaus möglich gewesen wäre. Die ist zudem noch so geknickt und bildet zwei schräge Flächen. Dass ist allerdings auch das einzige Manko an dem schnellen und recht cleveren Familienbrettspiel. Langfinger hat das Herz von fischpott gestohlen. Erschienen ist das Kriminalgame im Pegasus Verlag und kostet um die 12 Euro.

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Über Fabian

Fabian Mauruschat ist Journalist, Blogger, Nerd und Monster-Experte. Er lebt irgendwo zwischen Ruhr, Rhein und bergischem Land. Hier arbeitet er als Gamesjournalist und Autor, unter anderem für Spiegel Online, das Stadtmagazin coolibri und das Games-Magazin WASD. Außerdem mag er Bücher, Spiele und Tiere, würde aber nie welche essen.

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