Green Lantern

Not Green Lantern - Green Lamp

Nicht die Grüne Laterne

Was für ein Mann. Mutiger Kampfpilot, gutaussehend und dann auch noch mit Herz aus Gold. Ryan Reynolds spielt Hal Jordan. Ein grüner Ring sucht ihn als Nachfolger des Green Lantern Abin Sur aus. Jetzt ist er Mitglied im intergalaktischen Friedenscorp der Green Lanterns. Im weiteren Verlauf des Films kämpft er gegen einen mutierten Dozenten, reist zu einem fernen Planeten und rettet die Welt. Nichts gegen Klischees im Film, aber Green Lantern trägt zu dick auf. Hal Jordans Vaterkomplex – Jordan senior hat seinem Sohn beigebracht keine Angst zu haben bevor er einen tragischen Tod starb – nervt einfach. Die Bösewichte sind nicht nur an ihrem diabolischen Aussehen zu erkennen – Sinestro (sic!) hat rote Haut, spitze Ohren und einen schwarzen Schnurrbart. Parallax ist ein Kahlkopf mit Tentakeln, der wie der unheilige Spross von Chtulhu und Thaddäus aussieht. Am Schlimmsten ist der Dozent mit Schurken-Oliba, der nach Kontakt mit Parallax einen Wasserkopf und Psi-Kräfte entwickelt. Auch er hat übrigens einen Vaterkomplex.
Was für eine überlegene außerirdische Technik verleiht der Grünen Leuchte eigentlich ihre Superkräfte? Es ist … die Macht des Willens! Ja, die unsterblichen Wächter vom Planeten Oa haben herausgefunden, dass Willenskraft die beste Energiequelle ist. Und die Farbe Grün hat. Green Lanterns sind also kosmische Glücksbärchis, die mit der grünen Kraft des Willens das Böse bekämpfen. Das Böse, das sich im Film Green Lantern der fiesen Macht der Angst bedient. Der gelben Angst. Das klingt campy und trashig, wird aber bieder ohne jedes Augenzwinkern präsentiert. Zudem häufen sich die Kleinigkeiten, die sonst nur Erbsenzählern auffallen. Aber in Green Lantern sind es einfach zu viele. Warum muss immer jemand auf dem Verbotenen Planeten mit dem uralten Feind notlanden? Warum fliegt der Held nicht sofort los, sondern muss erst über Verantwortung und seine Gefühle reden, so dass der Bösewicht noch schnell ein paar Seelen schnabulieren kann? Die nachträglich von 2D auf 3D umgerechneten Bilder sind oft schön anzusehen, aber selten beeindruckend.
Hochpeinlich ist auch der Einbau eines Sequels-Hooks. Nicht in Andeutungen, schon fast marktschreierisch wird verkündet: „Es geht weiter! Auf jeden Fall! Das war erst der Anfang!“ Fail, möchte man da sagen. Insgesamt ist Green Lantern nur für absolute Ryan-Reynolds-Fans ansehbar. Alle anderen gehen bitte in einen anderen Film oder lesen mal die Comics. Kann nur besser sein.
FM


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