In Darkness – Die Wahrheit liegt im Dunkeln

Mit In Darkness – Die Wahrheit liegt im Dunkeln ist ein neuer Thriller mit Natalie Dormer erschienen. Geschrieben hat die Gute diesen zusammen mit Regisseur Anthony Byrne. Der Titel ist dabei auch durchaus sinnig, da Dorners Alter-Ego Sofia seit dem fünften Lebensjahr erblindet ist. Das hindert sie nicht daran, ziemlich gut in einem Orchester Klavier zu spielen und auch sonst recht selbstbewusst durchs Leben zu gehen. Aber natürlich sind da Dämonen aus der Vergangenheit, die Sofias Gegenwart mächtig durcheinanderwirbeln. Da ich mir Natalie Dormer ganz gern anschaue, brauchte ich hier natürlich nicht lange zu überlegen. Ob es sich lohnt sag ich Euch natürlich auch noch.

Interessante Einblicke

Es geht recht ansprechend los. Sofias Blindheit wird audiovisuell gut dargestellt, man kann quasi spüren, wie sie sich fühlt. Der Sound ist dabei ein wenig klarer als er normalerweise ist und Sofia bewegt sich geschickt durch die Stadt, in die U-Bahn und ihr Apartment. Dort trifft sie Nachbarin Veronique, die offenbar Stress mit einem Mann hat. Kriegt Sofia aber zumindest vordergründig nichts von mit. Und dann fliegt Veronique auch schon nach einem Streit zum Fenster heraus auf ein Auto. Damit ist das Setup für eine spannende Handlung ja durchaus gegeben. In Darkness – Die Wahrheit liegt im Dunkeln macht seine Sache auch erstmal ganz gut.

Detective Inspector Oscar Mills, der sich dem vermeintlichen Selbstmord angenommen hat, findet die Sache jedenfalls ein wenig fishy. Auch hat er das Gefühl, dass Sofia uns was verheimlicht – was ja durchaus auch stimmt. Als weitere Partei treten die ominöse Jane sowie ihr Handlanger Marc (Ed Skrein, den Natalie Dormer ja schon aus Game of Thrones kennt) auf den Plan. Veronique hat irgendwas, was die auch wollen und so steht Marc nachts mit gezückter Pistole in Sofias Zimmer. Diese kriegt davon natürlich nicht viel mit. Komisch, ein paar Minuten vorher waren ihre Sinne noch scharf wie die von Daredevil. Allgemein überzeugt Dormers Spiel als Blinde aber schon halbwegs, ist ja auch nicht so einfach und manchmal macht sie es sich auch etwas zu einfach aber passt schon.

Twists und Rückblenden

Die Handlung macht natürlich noch ein paar Sprünge. Es gibt immer wieder Rückblenden auf ein einschneidendes Ereignis in Sofias Vergangenheit. Irgendwas muss ja dafür gesorgt haben, dass sie seit dem fünften Lebensjahr blind ist. Dieses irgendwas hängt irgendwie mit dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien zusammen. Aber was haben Veronique und ihr Vater Radic damit zu tun? Der Titel In Darkness – Die Wahrheit liegt im Dunkeln ist durchaus passend gewählt. Sofia kann nicht sehen und muss sich ganz auf ihre Sinne verlassen. Und sie hat genug Dämonen in sich, die sie nur bedingt vor einer düsteren Wahrheit schützen können. Oder dies auch eher gar nicht wollen.

Fazit: In Darkness – Die Wahrheit liegt im Dunkeln

Ab- und an gibt es auch die eine oder andere Gewaltspitze, die In Darkness – Die Wahrheit liegt im Dunkeln dann auch eine gerechtfertigte FSK 16 verpasst. Besonders stylisch fand ich eine Szene, in der Sofia nachts von ein paar Typen bedrängt wird und wir das Ganze nur als Schattenspiel an der Wand sehen. Solche Spielereien hätte ich gern öfter gesehen. Auch die Handlung teast recht viel an (wir sehen Tattoos auf Sofias Körper, es gibt ein Verlangen nach Sex, es gibt ominöse Gegenspieler), löst aber nicht alles befriedigend auf. Da wäre durchaus etwas mehr drin gewesen. Bild und Ton gehen völlig in Ordnung, gerade die Szenen, in denen es um visualierte Blindheit geht sind super abgemischt. Wer einen guten Thriller sehen will kann auf jeden Fall mal reinschauen. Und wer auf Natalie Dormer steht braucht eh nicht lange zu überlegen.

 

© Universum Film GmbH

Uns wurde ein Testmuster zur Verfügung gestellt. In Darkness – Die Wahrheit liegt im Dunkeln erschien als Blu-Ray (von uns geschaut) und DVD am 16.11.2018. Als Tonspur sind sowohl Deutsch als auch Englisch als DTS-Track vorhanden, Untertitel gibt es leider nur deutsche, diese sind aber recht gut.

 


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