Nimble

Nimble thought can jump both sea and land.

– William Shakespeare

„Schnell! Flott! Das geht noch schneller! Au, mein Gehirn tut weh!“ Das sind die ersten Gedanken beim Ausprobieren von Nimble von Peter Jürgensen. Denn obwohl es im Grunde nur darum geht, Karten anhand ihrer Farben abzulegen stellt Nimble eine ganz schöne Herausforderung für Auge, Hand und Hirn dar.

Keine Runden

Die Regeln sind leicht erklärt. Alle Spielerinnen 1 halten ihre 30 Karten als Stapel in einer Hand, decken eine nach der anderen auf und legen sie entweder auf einen der drei gemeinsamen Stapel in der Mitte oder auf die eigene Ablage. Dabei haben alle Karten eine Randfarbe und einen Kreis in der Mitte, der in einer anderen Farbe gehalten ist. Auf die Stapel in der Tischmitte dürfen nur Karten gelegt werden, deren Randfarbe zur Kreisfarbe der dort offenen Karte passt. Und da es keine Runden gibt und alle Spielerinnen gleichzeitig ablegen, kann sich das schnell ändern. Ist der eigene Stapel aufgebraucht, wird die eigene Ablage wieder aufgenommen. Gewonnen hat die Spielerin, die zuerst alle eigenen Karten losgeworden ist.

Als ungewohnte Herausforderung hat sich beim Testen von Nimble die Verknüpfung von ‚Randfarbe der eigenen Karte‘ mit ‚Kreisfarbe der ausliegenden Karten‘ erwiesen. Nach ein paar Spielen hat sich allerdings das Gehirn an die Regeln gewöhnt.

Nimble-Spielkarten

Halt, Stapelkontrolle!

Nach Spielende kann man in den fertigen Mitt-Stapeln nachprüfen, ob alle Karten richtig liegen. Falls sich eine Spielerin vertan hat, ist das an das an der Karten-Rückseite zu erkennen. Die Kontrolle hat sich als nicht immer mühelos erwiesen, da beim hektischen Kartenablegen in mehr als einer Partie die Kartenstapel durcheinander gekommen sind. Als Besonderheit an Nimble ist vielleicht noch zu erwähnen, dass die sechs Farben sich auf sechs Klassiker der Weltliteratur – Pinocchio, Alice im Wunderland, In 80 Tagen um die Welt, Moby Dick, Don Quijote und Der Krieg der Welten – beziehen und mit sehr schönen Illustrationen von Christian Schupp versehen sind. Nimble ist ein kleines schnelles Spiel für zwischendurch, ideal um einen Spieleabend einzuleiten oder zu beenden – oder auch für unterwegs.

Nimble erscheint im April 2018 bei der Edition Spielwiese im Vertrieb von Pegasus Spiele und kostet um die 10 Euro. Wir haben freundlicherweise ein Testexemplar von Pegasus erhalten.

Alter: 6+
2-4 Mitspielende
1-5 Minuten Spieldauer

  1. Da die Spielanleitung im generischen Femininum gehalten ist, habe ich das für die Rezension gleich mal übernommen.
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Über Fabian

Fabian Mauruschat ist Journalist, Blogger, Nerd und Monster-Experte. Er lebt irgendwo zwischen Ruhr, Rhein und bergischem Land. Hier arbeitet er als Gamesjournalist und Autor, unter anderem für Spiegel Online, das Stadtmagazin coolibri und das Games-Magazin WASD. Außerdem mag er Bücher, Spiele und Tiere, würde aber nie welche essen.

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