Scott Pilgrim vs. the World

Scott Pilgrim vs. The World

Er wohnt in Toronto, Canada, ist 22 Jahre alt, Bassist in einer mittelmäßigen Band, er steht auf StreetFighter-Videospiele, und auch sonst ist Scott Pilgrim ein ganz durchschnittlicher Typ. Und er ist verliebt.
Leider nicht in seine derzeitige Freundin, die 17-jährige Schülerin Knives, sondern in Ramona Flowers, das coolste Mädchen auf der Welt, das gerade aus New York hergezogen ist und alle 1 1/2 Wochen ihre Haarfarbe wechselt.
Natürlich hat er es sich nicht leicht vorgestellt, sie zu erobern. Aber bei Ramona muss er sich besonders anstrengen. Wenn Scott mit Ramona zusammen sein will, muss er nicht nur die Liga der teuflischen Ex-LOVER besiegen, sondern auch einen Kampf mit seinem eigenen Leben führen.

Eine wahre Herausforderung für einen jeden Regisseur sind Comicverfilmungen. Die erfreuen sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit. Und zwar mit unterschiedlichem Erfolg. Wird zum Beispiel „Watchmen“ (2009) vom Publikum als gelungen angesehen, versank „Kick Ass“ (2010) bei vielen Rezensenten in der Bedeutungslosigkeit.
Denn die Stimmung der einzelnen Bilder gut einzufangen und dabei nicht die Handlung ins stocken geraten zu lassen, ist eine schwere Kunst.

„Shaun of the Dead“-Regisseur Edgar Wright löst das Problem mit einem Feuerwerk an Spezialeffekten. Denn „Scott Pilgrim vs. The World“ kann nicht nur mit seiner wirklich harmonischen, gefühlvollen und absolut funktioniertenden Story punkten. Besonders die im StreetFighter-Stil gehaltenen Kämpfe des Pilgers gegen seine Kontrahenten schaffen eine Atmosphäre, die einem den Atem rauben.
Die Duelle reichen vom Zweikampf über das Duell Gitarre gegen Bass bis hin zur Schlacht zwischen zwei Bands.
Die Umsetzung der einzelnen Comicbilder funktioniert dabei durch Geschwindigkeit.

Und natürlich auch durch die gut gewählten Darsteller. Allen voran Superbad-Star Michael Cera, der noch besser als seine Kollegen seine Rolle durch pure Ausstrahlung unterstreicht.

Scott Pilgrim vs. The World versetzt uns in eine Welt, wie wir sie uns alle schon einmal gewünscht hätten. Eine Welt die wie ein Videospiel ist und trotzdem nicht einfach. Eine Welt, in die jeder, der auch nur ein bisschen NERD-Blut in sich hat, gerne schlüpfen würde. Eine Welt aus Rpckmusik, Videospielen, gemischt mit ein bisschen Anime und viel Herz und Gespür für einzigartige Bilder.
Es ist einer der Filme, die nicht nur einfach gut sind, sondern auch beeindrucken und und dazu veranlassen, erst einmal sitzen zu bleiben und das ganze auf der Stelle zu verarbeiten.

Ein absolutes Meisterwerkt nicht nur für jeden NERD, auch dem Rest der Welt und den Konkurrenten um den Titel „beste Comicverfilmung“ tritt Scott Pilgrim so richtig in den Arsch.
Unbedingt ansehen!

JK

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