The Strangers: Opfernacht

Ich muss gestehen: Den ersten The Strangers habe ich nicht gesehen. Hatte mich irgendwie nie so richtig interessiert beziehungsweise ist wohl an mir vorbeigegangen. Warum ich mir das Sequel The Strangers: Opfernacht jetzt reinziehe? Warum nicht? Und Warum nicht? ist auch eine Kernaussauge des Films auf die Frage im Film Warum tut ihr das?

Ja warum nur?

Dazu kommen wir später. Erstmal grob die Handlung abgesteckt. Cindy (immer wieder gern gesehen: Christina Hendricks) und Mike (mir bisher nicht groß aufgefallen: Martin Henderson) wollen Töchterlein Kinsey (geht klar: Bailee Madison) ins Internat bringen. Also fahren sie zusammen mit  Sohn Luke (Mir positiv in Bad Times At The El Royale aufgefallen und bald in Top Gun 2: Lewis Pullman) in die Pampa. Da ist nämlich ein Zwischenstopp in einem Trailerpark eingeplant, da Verwandtschaft dort haust. Warum Kinsey jetzt ins Internat muss wird maximal angedeutet. Ihre Freundinnen müssen jedenfalls nicht und sie ist zickig. Luke hat auch keinen richtigen Bock, immerhin könnte er auch mit seinem Freunden Baseball spielen. Oder am Handy hängen wie seine Schwester. Und die Eltern können einem auch echt leidtun, schließlich schlagen sie sich ihre freie Zeit um die Ohren, um die Kackbratzen durch die Gegend zu kutschieren.

© SquareOne/Universum

Ist auch egal. Terror im Trailerpark steht an!

Lange geht die Vorglühphase eh nicht. Der Trailerpark wirkt verlassen (ist halt off-season) und auch die Verwandten haben nur einen launigen Zettel hinterlassen. Also macht man es sich halbwegs bequem und nach 25 Minuten klopft es an der Tür. Ein Mädchen hat sich offenbar verlaufen und fragt nach einer Tamara. Zwischenzeitlich haben Kinsey und Luke die Sippschaft dann doch gefunden, eiskalt abserviert in einem anderen Trailer und da klopft es schon wieder an der Tür. Das Mädel ist zurück und sie hat sich eine lustige Maske aufgesetzt. Diesmal greift sie ziemlich schnell zum Messer, nachdem klar ist, dass Tamara nicht da ist. Und dann legt der Film los und bleibt bis zum bitteren Ende auch auf Krawall gebürstet.

Oldschool-Horror und jede Menge Herbstatmosphäre

Eins muss man The Strangers: Opfernacht lassen. Er ist unglaublich atmosphärisch. Das ganze Setting hat was von einem Horrorhouse zu Halloween. Es ist neblig, die Luft ist sprühregnerisch feucht, das Laternenlicht wirft die Szenerie in fahle Gelbtöne. Die bald auf mindestens drei angewachsene Killertruppe nutzt das Terrain für ein gekonntes Katz- und Mausspiel auf engem Raum und die Überlebenden müssen für ihr Überleben sorgen, geschenkt wird hier nix. Jumpscares gibt es hier zum Glück nur ein paar am Anfang, danach besticht The Strangers: Opfernacht mit einer durchgehend unangenehmen Atmosphäre und gut dosiert eingesetzter Gewalt. Dies alles steigert sich bis zum Showdown kontinuierlich und gegen Ende wird durchaus subtil The Texas Chainsaw Massacre gehuldigt.

© SquareOne/Universum

The Strangers: Opfernacht – Fazit

Mehr möchte ich jetzt auch gar nicht sagen. The Strangers: Opfernacht funktioniert wirklich gut. Den ersten Teil muss man nicht kennen, alles ist straff inszeniert. Der Sound ist unglaublich räumlich und gut und es gibt viele Songs aus beziehungsweise um den 1980ern. Die sind ja jetzt eh in, auch wenn dieser Film in der heutigen Zeit spielt. Der Gewaltgrad ist recht moderat, da mehr auf effizienten Terror anstatt Gore gesetzt wird. Die uns zur Verfügung gestellte DVD hatte deutschen und englischen Ton und deutsche Untertitel. Der reine Film ist auf DVD 75 Minuten kurz (mit Abspann 82 Minuten) und hat nur 5 Millionen Dollar gekostet. Gerade jetzt im Herbst der ideale Film für Horrorfreunde, ist auch passend zu Halloween am 26. Oktober 2018 erschienen.

The Strangers: Opfernacht © SquareOne / Universum Film GmbH

 


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