Voodoo Hats

Voodoo Hats heißt das Karten- und Würfelspiel von Blood ’N Brain, den Machern des Zombie-Spiels Totenstadt. Spieldesign und Idee stammen von Sarah-Jane Leptin. Wir haben freundlicherweise ein Rezensionsexemplar erhalten und uns in die Welt der Mambos und Houngans begeben.

Wie, das war’s schon?

Die erste Testrunde von Voodoo Hats ging erstaunlich schnell vorbei. Zu dritt hat sie vielleicht zwei Minuten gedauert. Eigentlich kein Wunder, sind die Regeln geradezu minimalistisch. Alle Spielenden legen vor sich die Karten mit ihrer Priesterin (oder ihrem Priester) aus, zusätzlich noch vier Anhängerkarten, dargestellt durch Hüte. Alle legen eine eigene Anhängerkarte in die Mitte. Dann wird gleichzeitig gewürfelt, das höchste Ergebnis streicht die Karten in der Mitte ein. Das wird so lange wiederholt, bis alle Karten verteilt wurden. Wer am Ende die meisten Karten hat, gewinnt. Eine Sonderregel gibt es noch: Wer die eigene Priesterkarte umdreht, darf einmal im Spiel die eigenen Würfel noch einmal neu würfeln. Die erste Variante ist wirklich sehr einfach, um nicht zu sagen simpel. Selbst die wunderbar gestalteten Karten bieten kaum Trost angesichts der Tatsache, dass Voodoo Hats einfach zu einfach ist.

Variante Zwei

Aber Moment mal – es gibt doch noch eine Variantenregel. Dabei legen wie vorher alle eine Anhängerkarte in die Mitte. Es würfeln wieder alle, es darf wie schon vorher eine Priesterkarte zwecks Neuwürfelung umgedreht werden. Nur darf die Gewinnerin jetzt nicht mehr alle Karten einsacken sondern kriegt die eigene Karte zurück und erhält eine Karte nach Wunsch. Jetzt gewinnt das Spiel, wer von jedem Spieler zwei Karten in der eigenen Sammlung hat. Da man jedoch nur vier Anhängerkarten besitzt und aus dem Spiel fliegt, wenn man keine eigenen Karten mehr hat, entwickelt sich die zweite Variante von Voodoo Hats zu einem Eliminierungsspiel, bei dem nach und Nach Spielende die Runde verlassen. Aber auch diese Variante ist durchaus flott und nach wenigen Minuten beendet.

Spielsituation: Gelb, Grün und Schwarz würfeln um Anhänger.

Voodoo Hats: Fazit

Man sagt, dass es im haitianischen Voodoo zwei Richtungen gibt. Den Voodoo der Mambos und Houngans, die sich mit weißer Magie beschäftigen. Und den Voodoo der Bocore, der die dunkle Seite verkörpert. Wäre ich ein Houngan, würde ich sagen, dass Voodoo Hats jede Menge Potential hat. Die Regeln sind zwar noch sehr ausbaufähig, aber die Karten sind sehr schön gestaltet und mit ein bisschen Basteln findet sich sicher noch eine sehr spielbare Variante. Als Bocor würde ich vom Kauf abraten – aber wer hört schon auf die dunkle Seite?

Alter: 12+
2-6 Mitspielende
2-10 Minuten Spieldauer

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Über Fabian

Fabian Mauruschat ist Journalist, Blogger, Nerd und Monster-Experte. Er lebt irgendwo zwischen Ruhr, Rhein und bergischem Land. Hier arbeitet er als Gamesjournalist und Autor, unter anderem für Spiegel Online, das Stadtmagazin coolibri und das Games-Magazin WASD. Außerdem mag er Bücher, Spiele und Tiere, würde aber nie welche essen.

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