fun4mind – Escape Room in Wuppertal

Wenn ein Escape Room schon in meiner Heimatstadt liegt, gibt es natürlich keine Ausrede, ihn nicht zu besuchen. Also haben wir uns die beiden Räume von Fun4Mind in Wuppertal angesehen. Immerhin wurde uns vorher versprochen, dass hier das Konzept ganz anders ist.

Was ist das überhaupt, ein Escape-Room? Das verraten wir euch hier!

Anfahrt und das Team

Das schmucke Eckhaus, in dem Fun4Mind residiert, ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Beispiel vom Hauptbahnhof aus zu erreichen und auch der in Wuppertal übliche Parkplatzmangel wurde geschickt umgangen, indem man sich in eine Seitenstrasse zurückgezogen hat. Elena Klotz, der Kopf hinter den Räumen, begrüßte uns an beiden Terminen sehr freundlich.

„Uns“ das waren in diesem Fall Markus und ich, beide mit mehreren Dutzend Räumen auf dem Kerbholz, der ebenfalls raumgeübte Fabian und – beim ersten Besuch – Sandra, mit bis dato erst zwei Räumen.

Raum 1: Nerd Zone

Wir sind Agenten der International Security Agency und suchen ein Genie, das eine Maschine zur mentalen Kommunikation mit der Vergangenheit und der Zukunft entwickelt hat und nun – wie sollte es anders sein – verschwunden ist. In der Nerd Zone gilt es in seinem Arbeitszimmer Hinweise auf seinen aktuellen Aufenthaltsort zu finden.

Schon beim Betreten des Raumes wird klar: Hier ist wirklich viel anders, als in anderen Escape Rooms, denn es gibt keine Schränke oder Schlösser zu öffnen – die allermeisten Rätselelemente sind sofort an Wänden und als Aufbauten sichtbar und man rätselt sich mit jedem Rätselkomplex eine Ziffer weiter zur Lösung, einem zehnstelligen Code und zugleich dem Namen der Stadt, in dem des Genie untergetaucht ist.

Ich muss gestehen – mir haben die kleinen Erfolgserlebnisse und die Spannung etwas gefehlt, eine Truhe oder einen Schrank zu öffnen und darin das nächste Rätsel zu finden. Dadurch, dass alle Rätsel sofort und stets parat und auch weitgehend gleichberechtigt sind (alle liefern den gleichen Teil zur Lösung) fehlte mir ein bisschen der Flow. Auch die Immersion, also das Gefühl, „wirklich“ in das Arbeitszimmer eines Wissenschaftlers zu treten, war eher gering. Alles, was im Raum war, hatte auch irgendeine Aufgabe bei den Rätseln. So konnte man sich nicht verfransen, aber eben auch nur bedingt stöbern.

Die Rätsel sind handwerklich gut gemacht, mit teilweise raffinierten Kniffen, die die richtige Assoziation nötig machen. An einer Stelle waren wir schneller bei der Lösung, als das Rätsel vorsieht, aber das konnte von der Spielleitung schnell korrigiert werden. Entsprechend haben wir den Raum mit einigen Minuten auf der Uhr gemeistert.

Raum 2: Mental Memory

Wir dringen in den virtuell gespeicherten Geist des Genies ein, um herauszufinden, wie der Name seiner Tarnidentität lautet.

Die Besprechung kann hier kurz ausfallen: Alles, was ich über Nerd Zone gesagt habe, gilt auch für Mental Memory, nur ist hier die Immersion etwas stärker. Wir befinden uns schließlich im Geist eines Genies und entsprechend gibt es Assoziationsketten und Erinnerungsfetzen zu ergründen. Wieder geht es darum, nach und nach einen zehnstelligen Code zu sammeln.

Auch diesen Raum konnten wir in den zur Verfügung stehenden 60 Minuten knacken.

Die Rätsel haben in beiden Räumen einen klaren Schwerpunkt auf Logik und sind häufig technisch unterstützt. Sie sind solide gebaut und funktionieren gut, bleiben aber oft ein bisschen sehr abstrakt. Als Tipp sei gesagt: Man braucht gar nicht soviel mathematisches Vorwissen, wie es Anfangs scheint.

Fazit: Für wen der klassische Suchen-Schließen-Entdecken-Mechanismus herkömmlicher Räume wichtig ist, der wird sich mit den Fun4Mind-Räumen vielleicht ein bisschen schwertun. Aber gerade große Gruppen können davon profitieren, dass alle Rätsel sofort zur Verfügung stehen. Und wer den dreißigsten verschlossenen Sekretär nicht mehr sehen kann, dem sei hiermit eine gut gemachte Alternative ans Herz gelegt.


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