Pokémon Sonne und Mond (Nintendo DS)

Es ist noch gar nicht so lange her, da schwappte dank Pokémon Go die Taschenmonster-Welle über die Welt und brachte tausende von Zockern dazu, durch die Städte zu ziehen, um kleine Viecher mit lustigen Namen zu sammeln. Jetzt gibt es mit Pokémon Sonne und Mond den neuen Titel auf der Nintendo DS. Der ist zwar viel weniger bewegungsintensiv, soll aber den Sammel- und Spieltrieb der Pokémon-Fans wieder aufs neue entfachen.

Es gibt kein Bier auf Hawaii

Alola – klingt wie ein tropisch angehauchtes Duschgel, ist aber die neue Region, die es bei Pokémon Sonne und Mond zu bereisen gilt.

Angelehnt an Hawaii besteht Alola aus fünf verschiedenen Inseln (vier natürlichen und einer künstlichen), die der geneigte Pokémontrainer nach und nach besuchen kann.

Die Story ist – wie bei Pokémonspielen üblich – recht einfach gehalten.

Die Spielfigur ist gerade erst mit ihrer Mutter nach Alola gezogen und lernt dort den sich gerne freizügig kleidenden Professor Kukui kennen. Der zeigt ihr die Insel und stellt sie dem Inselherrscher vor, wo sie sich für ein StarterPokémon entscheiden kann. So weit, so bekannt.

Doch was dann kommt, wird sie alle überraschen!

Alles glänzt, alles neu

Flamiau ist ein schwarz-rot gestreiftes katzenartige Pokémon.

Flamiau, eines der Starter-Pokémon auf Alola.

Tatsächlich hat sich bei Pokémon Sonne und Mond einiges verändert.

Statt wie früher einzelne Arena-Champions besiegen zu müssen, geht es diesmal von Insel zu Insel. Dort muss man neben wildem Rumgesammel und Rumgequeste beim jeweiligen Inselherrscher Prüfungen bestehen, während einem immer wieder das böse Team Skull über den Weg läuft und Ärger macht.

An den Kämpfen selbst hat sich nicht immens viel geändert. Die Menüs wurden etwas entschlackt, aber Veteranen der Serie werden sich sehr schnell an die neue Bedienung gewöhnen.

Auch die Neuerungen, wie die Z-Kraft, die in manchen Situationen zu gewaltigen Attacken führen kann, wurden so eingebunden, dass sie leicht von der Hand gehen.

Auch das Pokémobil-System aus den Vorgängerspielen findet man in Pokémon Sonne und Mond wieder und natürlich jede Menge neue Taschenmonster, von denen einige altbekannte Pokémon in einer neuen Alola-Form sind.

Fast wie im Fernsehen

Pokémon Sonne und Mond ist sehr viel cineastischer als seine Vorgänger. Es gibt zig filmische Storysequenzen, die oftmals ganz unterhaltsam sind, manchmal aber auch nerven und das Spiel unnötig in die Länge ziehen.

Grafisch hat Pokémon Sonne und Mond einen Sprung nach vorne gemacht. In der 3DS-Version sind sowohl die Charaktere wie auch die Umgebung sehr ansehnlich geworden, auch wenn die Kamera manchmal so platziert ist, dass man keine gute Übersicht hat.

Dafür sehen die Z-Attacken wirklich sehr spektakulär aus und ich fühlte mich dabei ein bisschen an die alten Final-Fantasy-Zeiten erinnert, wenn man dort die dicken Brocken beschwört hat.

Fazit

Wenn man mal ehrlich ist, ist die Erwartungshaltung in Sachen Neuerung bei einem Pokémon-Spiel, ähnlich wie bei einem FIFA oder Call Of Duty-Spiel, ziemlich gering. Als Spieler möchte man das neue Spiel einschalten und sich gleich in seinem Element wähnen.

Und das schafft Pokémon Sonne und Mond wirklich gut.

Als Fan der Serie fühlt man sich gleich zu Hause und die paar Änderungen, die es gibt (Keine Arenen, Z-Kraft …) haben das Spielgefühl nicht so stark verändert, wenn überhaupt sogar eher verbessert. Einzig der etwa maue Schwierigkeitsgrad und die zähe Einführung trüben das Vergnügen ein wenig, wobei das wohl auch etwas damit zu tun hat, dass man den Spielern, die man mit Pokémon Go mit dem Pokémonfieber angesteckt hat, den Einstige erleichtern will.

Fischpott Disclaimer: Wir haben ein Rezensionsexemplar von Nintendo erhalten.

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