Nowhere Prophet: First Access

Seit dem 10. Oktober ist das Roguelike-Sammelkartenspiel Nowhere Prophet im First Access spielbar. Wir haben einen ersten Blick auf die indisch inspirierte Postapokalypse geworfen.

Ich weiß, dass ich der Auserwählte bin! Warum sonst würden sie mir alle durch die Wüste folgen, die Asketen, die Halsabschneider, die Wanderer und die Roboter. Wenn ich doch nur noch etwas zu essen fände …

Nowhere Prophet führt uns auf den Planeten Soma, wo wir Anführer*in einer bunt gemischten Gruppe von schlagkräftigen Wüstenbewohner*innen werden. Unsere Karawane ist auf der Suche nach der Crypt, die randvoll mit dem Wissen der Ahnen ist. Gleichzeitig ist Nowhere Prophet auch ein digitales Sammelkartenspiel – unsere Karawane ist unser Deck, Follower sind Karten. Werden wir in einen Kampf verwickelt, spielen wir unsere Jünger ähnlich wie bei einer Partie Magic: The Gathering.

21 Karten aus Nowhere Prophet

21 von den bisher 278 Karten in Nowhere Prophet. ©Sharkbomb Studios

Alle an Deck!

Wie bei Magic haben die Karten einen Angriffs- und einen Verteidigungswert. Die werden miteinander verrechnet – greift eine Karte mit Angriff 1 und Verteidigung 1 eine andere Karte mit Angriff 1 und Verteidigung 2 an, bleibt die Angegriffene mit Angriff 1 und Verteidigung 1 übrig. Dazu kommen noch Spezialfähigkeiten wie etwa Taunt (diese Karte muss vor allen anderen angegriffen werden) oder Stealth (diese Karte kann nicht von anderen Karten attackiert werden).  Follower sterben erst endgültig, wenn sie vier Mal im Kampf ausgeschaltet wurden.

Außerdem gibt es noch Leader-Cards mit Spezialeffekten. Wie zum Beispiel eigene Follower buffen oder mal eben drei Schadenspunkte bei einem Ziel verursachen. Das Ziel eines Kampfes ist es, die Lebenspunkte des gegnerischen Anführers auf Null zu bringen.

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Durch die Wüste

Außerhalb des Kampfes besteht die Spielhandlung in Bewegung auf einer Landkarte, die eine Wüstenlandschaft darstellt. Manchmal gibt es Abzweigungen und jede Bewegung kostet uns etwas von den zwei Ressourcen Hope und Food. Beide können wir durch Einkäufe (über die dritte Ressource Batteries) oder günstige Zufallsbegnungen auffüllen. Und wenn Nahrung auf Null sinkt, kann man immer noch die Follower essen.

Betritt man einen Ort auf der Karte, gibt es meistens eine kurze Beschreibung der Situation und eine bis drei Optionen. Trifft man zum Beispiel auf Bettler, kann man ihnen Essen geben, sie für die eigene Karawane rekrutieren oder ignorieren. Manchen Orten ist schon vorher anzusehen, ob es dort zu Kämpfen kommen wird oder ob dort Heilung möglich ist – das steht dann auf der Karte.

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Blue Devils und Rusters

Ähnlich wie das Rogue-like FTL ist auch Nowhere Prophet dazu gedacht mehrfach durchgespielt zu werden. Im First Access sind die ersten beiden Landkarten bespielbar, im zweiten Quartal 2018 soll das Spiel laut First Access FAQ dann fertig sein.

Zum relativ einfachen aber sehr ansprechenden Spielprinzip kommen schicke Grafik, wirklich gute Musik und eine spannende Welt: Der postapokalyptische Planet Soma ist deutlich von indischer Kultur und Cyberpunk inspiriert. Beim Aufeinandertreffen mit Fraktionen wie den leprosen Söldnern der Blue Devils, der rigorosen Union, den Cyborgs (oder Robotern?) Rusters und Flea Monks erahnt man eine komplexe Welt, die Game Director Martin Nerurkar und sein Team entwickelt haben. Fans von FTL und Magic liegen bei Nowhere Prophet auf jeden Fall sehr richtig, wer rundenbasierte Strategie mag, sollte auch mal einen Blick riskieren.

Nowhere Prophet ist auf englisch bei itch.io erschienen, die Kosten für den First Access liegen bei knapp 20 Euro. Wir haben freundlicherweise ein Ansichtsexemplar von Sharkbomb Studios erhalten.


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