Jahresrückblick 2018: Fabian II

Herzlich willkommen zum zweiten Teil meines persönlichen Medien-Blog-Rückblicks auf das Jahr 2018 (Teil Eins)! Jetzt mit gelesenen, gesehenen und gespielten Dingen.

gelesen

Als sehr lesenswert und ungemein informativ hat sich Angela Merkel ist Hitlers Tochter. Im Land der Verschwörungstheorien von Christian Fischer und Christian Alt erwiesen. Der Überblick über die seltsamen Parallelgesellschaften, die seit ein paar Jahren unsere Gesellschaft deutlicher prägen als man sich das wünscht ist fast schon eine Pflichtlektüre. Dann bin ich in meinem Urlaub endlich einmal dazu gekommen, den ersten Teil der Reacher-Reihe zu lesen: Killing Floor war tatsächlich ein harter, krasser, stellenweise übertriebener aber sehr unterhaltsamer Thriller. Nur eine Frage habe ich nach der Lektüre: Findet sich der „Geldwäsche“-Plot nicht sehr ähnlich in einem sehr alten Lustigen Taschenbuch wieder?

Apropos Lustige Taschenbücher: Tatort Entenhausen hat sich als eine nette Hommage an die kultisch verehrte Krimi-Serie herausgestellt. Und zum ersten Mal seit Jahren habe ich wieder einen Spirou-Band erworben. Der Sonderband von Flix, Spirou in Berlin – übrigens hat sich meine Frisur im Laufe der Jahre immer mehr der von Fantasio angeglichen – ist eine sehr schöne Hommage an Spirou und lässt den Pagen in die DDR reisen. Und wo wir schon beim Thema Ostblock sind: The Death of Stalin ist ein wirklich fundierter, großartiger historischer Comic.

Eine meiner favorisierten Online-Lektüren, The Awl, ist 2018 leider eingestellt worden. Die Seite über News, Ideen und Obskures mit dem wunderbaren Motto „Be less stupid.“ hatte neun Jahre lang interessante Artikel in meine Timeline gespült.

gesehen

Mein erster Kinobesuch des Jahres war der japanische Animationsfilm Your Name, eine absolute Empfehlung. Dann Black Panther, BlacKkKlansman, The Shape of Water, 3 Tage in Quiberon, Ant-Man and the Wasp, Wildes Herz und noch eine handvoll Kinofilme bis zum letzten Kinobesuch (und Highlight) 2018: Spider-Man: Into the Spider-Verse. Ein visuell herausragender, umwerfender Trip in das Marvel-Multiversum. Ganz großes Kino. Serien habe ich 2018 auch ein paar gesehen, aber spontan kann ich außer The Good Place und der verschrobenen Puppen/Back-Show The Curious Creations of Christine McConnell keine nennen, die mich richtig begeistert hat.

gespielt

Nicht-digital habe ich 2018 noch schnell ein paar Kartenspiele getestet, bevor ich die analoge Spielekritik erst einmal an den Nagel gehängt habe. Die einzigen aktuellen digitalen Spiele waren 2018 für mich Spider-Man, Detroit: Become Human, Slaps & Beans und Nowhere Prophet. Wie schon das wunderbare Bookzine WASD geschrieben war Spider-Man unglaublich Normcore, hat mir persönlich aber trotzdem ein paar schöne Stunden bereitet. Allerdings war nach 70 Prozent durchgespieltem Game schon ziemlich die Luft raus. Detroit: Become Human war in meinen Augen eher ein interaktiver Film mit überraschend auftretenden Spiel-Elementen und daher auch eher unbefriedigend. Slaps & Beans hat über die unglaublich charmante, wenn auch naheliegende, Idee, aus Terence Hill & Bud Spencer-Filmen ein Retro-Beat ’em up zu machen, leider keine wirklich hinausgehende Idee. Zumindest bin ich nach circa einer Stunde Spielzeit nicht auf eine solche gestoßen. Mehr zu Nowhere Prophet könnt ihr hier lesen.

Und 2019?

Die Fischpott-Redaktion und ich wünschen euch ein 2019 voller guter Filme, Bücher, Spiele, Musik und Sachen. Sachen, die euch faszinieren. Sachen, die euch etwas neues über die Welt erzählen. Sachen, die immer noch gut sind. Sachen, die besser geworden sind. Sachen, die euch einfach mal unterhalten. Sachen, die euch auf die gute Art fordern. Sachen, über die ihr hier dann etwas lesen könnt.


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