Lasst uns über Star Wars: Die letzten Jedi reden

Der mittlerweile neunte Film über Weltall-Zauberer kam heraus. Sehr viele Menschen hatten Meinungen. Ich auch. Über Franchises, Nostalgie, Fan-Sein und das Internet. Es wird Spoiler geben. Chill mal, es sind nur Filme. Das ist eine Aussage, die kommt sonst in der Regel von Menschen, die noch nie andere Menschen angebrüllt haben, dass sie dumm sind, weil sie gerade 2001 – Odyssee … mehr …

Jahresrückblick 2017: David

Hättest du mal dein Maul gehalten, 2016-David. Was war 2016-David noch unschuldig. Naiv. 2016-David dachte, wir hätten ein anstrengendes Jahr hinter uns gehabt. 2016-David dachte, schlimmer kann es nicht mehr kommen. Nun, eine Bundestagswahl, 12 Monate Trump-Präsidentschaft und viele tausende große und kleine #metoos später kann 2017-David nur zurückblicken und sagen: „Ähm…wenigstens hatten wir ein paar gute Filme?“ Fairerweise muss … mehr …

Lommbock

In der großen Juwelenkiste der komödiantischen Meisterwerke ist das Genre „Kiffer-Comedy“ jetzt nicht grade der Edelste aller Steine. Und dann noch aus Deutschland? UND DANN NOCH eine Fortsetzung, 15 Jahre nach Teil 1?? Wir sehen, die Zeichen für Lommbock stehen nicht gerade gut. Besonders wenn es um Kultfilme geht, sind Fortsetzungen oft mit größter Vorsicht zu genießen – viel zu … mehr …

Ich war jung und hatte das Geld (Sebastian Lehmann)

„ ’Member Star Wars?“ – „Ooooh, I ’member!” Das wohl größte Geschenk, das uns die 20. Staffel der Cartoon-Serie South Park 2016 bescheren konnte, war die Einführung der „Member Berries“ – kleine sprechende Blaubeeren, die mit piepsiger Stimme nichts anderes taten, als in popkultureller Nostalgie zu baden und mit Titel und Zitaten mit hohem Wiedererkennungswert nur so um sich zu … mehr …

Alien: Covenant

Die wohl beste wandelnde Phallus-Metapher der Horror-Geschichte kriecht wieder durch unsere Luftschächte. Fünf Jahre nach dem krausen Kreationsquatsch Prometheus wildert Ridley Scott wieder in seinem eigenen Alien-Universum herum – dieses Mal sogar mit 100% mehr Alien. Aber kann uns der Xenomorph-Zeremonienmeister auch heute noch bei unseren Urängsten packen? Man wird ja irgendwie auch langsam alt. Alt und zynisch. Naja, zumindest … mehr …

Planet Erde 2

Kiff­­en und Vögel gucken – das ist bis heute der inoffizielle Status, den die meisten Naturdokus im Fernsehen einnehmen. Das hat einen ganz einfachen Grund: Wenn man so richtig high ist, sind beeindruckende Naturbilder, die nicht allzu viele Gehirnzellen in ihrer Verarbeitung beanspruchen, genau das Richtige, um sich umgeben von kalten Pizzaresten zu dem einen oder anderen, Keanu Reeves-Gedächtnis-„Whoa“ hinreißen … mehr …

Sie nannten ihn Jeeg Robot

Erinnert sich noch jemand an Hancock? Nein, nicht der historische Politiker aus dem 18. Jahrhundert, der die amerikanische Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet hat, ich meine den Film von 2008. Den mit Will Smith als abgefuckten, saufenden Superhelden. Auch wenn das Endprodukt gar nicht mal so gut war (lahmer Twist und viel zu plötzlicher Tonwechsel nach einem Drittel des Films), so war die Grundidee … mehr …

Jahresrückblick 2016: David

Still sitzt der Rezensent in seinem Schaukelstuhl auf der Veranda und blickt versonnen in Richtung Sonnenuntergang. Er nippt an seinem Whiskey-Glas, schaukelt langsam auf und ab; dann seufzt er leise und raunt bedeutungsschwanger zwei Worte: „Ach, 2016…“ Ja, 2016 war kein schönes Jahr. Wenn es vier aufeinanderfolgende Zahlen schaffen, im Internet zum Meme zu werden, ist das ein schlechtes Zeichen … mehr …

The Nice Guys

Weihnachten. Mord. Gewalt. Labyrinthische Verschwörungen. Standard-Action-Plot Points, wie geschaffen, um von einer tiefen Spät-90er-Trailerstimme vorgetragen zu werden (am besten mit der dramatischen Einleitung „In a world…“). Und nur das wohl unpassendste Buddy-Cop-Duo kann sie stoppen: Die Rede ist von niemand anderem als Danny Glover und Mel Gibson in … Moment. Falscher Film. Ich meine natürlich Bruce Willis und Damon Wayans … mehr …

David Friedrich: „Die Flamme brennt auf allen Stufen“

Hauptsache naive Gesellschaftskritik in billigen Doppelreimen? Das war früher vielleicht mal der Fall, aber aus dieser Phase ist David Friedrich glücklicherweise längst heraus. Seit zehn Jahren steht der Poet, Moderator und Shooting Star der Poetry Slam-Szene mittlerweile auf Bühnen in ganz Deutschland. In „Solange es draußen brennt“ hat der 25-jährige Wahlhamburger nun seine besten Texte in einem Buch gesammelt und … mehr …