Der Anfang nach dem Ende

Grüß Gott, ich bin der Tod Dass der Sensenmann eigentlich ein ganz Netter ist, wissen wir spätestens seit Terry Pratchett uns seine Geschichten von der Scheibenwelt erzählt. Jetzt präsentiert Ulf K. in Der Anfang nach dem Ende den Tod als Außendienstler in einer großen Bürokratie. Der Herr mit dem Schädelgesicht ist genervt von seinem Job, in dem er Menschen ins Jenseits … mehr …

Webcomics. Einführung und Typologie

Comics ernst zu nehmen – als Kunstform, als Kultur, als Erzähltechnik – ist ein Schritt, den die deutsche Gesellschaft immer noch nicht so recht wagt. Ganz zu schweigen von Online-Comics: Ungedruckt und kostenlos, das klingt ja schon zutiefst unseriös. Nichtsdestotrotz hat der Christian A. Bachmann Verlag ein Buch herausgebracht, das sich mit der Geschichte und Typologie der digitalen sequenziellen Kunst … mehr …

Schock: Die Geister von Knightgrave

Moritat vom Meisterverbrecher „Manche Männer … wollen die Welt einfach brennen sehen“ – Alfred in The Dark Knight Der diabolische Herr Schock war eine der beeindruckendsten Comicfiguren meiner Kindheit. Das kriminelle Mastermind bot den beiden Detektiven Tif und Tondu (auf deutsch mal Gin und Fizz oder Harry und Platte) die Stirn, passte aber nie so richtig zu den beiden pummeligen … mehr …

Vom Glanz der Alten Tage

The Great Northern Brotherhood of Canadian Cartoonists Das US-Fernsehen hat uns alle gelehrt: Kanada ist ein geheimnisvolles Land, ein bisschen irreal und vielleicht existiert es nur in unseren Träumen. Wenn in einer Sitcom ein Teenager von seiner Freundin in Kanada erzählt, wissen wir genau: Der Junge ist eigentlich Jungfrau. Figuren aus dem Land des Ahornsirups erscheinen immer ein bisschen idealistischer … mehr …

Der Mann der sein Leben ermordete

Zwei Verlierer, viele Leichen Comics im Stil des Film Noir sind eines der Aushängeschilder der Edition 52. Besonders angetan haben es dem Wuppertaler Verlag die Umsetzungen von Jean Vautrins Romanen. Nach Bleierne Hitze ist jetzt Der Mann der sein Leben ermordete erschienen. Harter Stoff François-Frederic Frey kommt aus dem Gefängnis frei. Sein Leben ist im Arsch, also besorgt er sich … mehr …

Sex, Gewalt und Schmetterlinge

Der Horrortrip des Erwachsenwerdens Inio Asano: Das Feld des Regenbogens (Manga, Tokyopop) Noch vor einigen Jahren hat man sich als ‚Fan‘ brav beinahe jede Manga-Neuerscheinung zugelegt, egal wie hässlich, dümmlich und hanebüchen. Doch mittlerweile, so scheint es, wurde man als japanophiler Freund popkultureller Medien und Genres unlängst vom Manga-Tsunami, den emsige deutsche Verlage über uns gebracht haben, überschwemmt, weggespült und … mehr …

Bleierne Hitze

„Schon beim in die Hand nehmen und Blättern kommt man nicht umhin, die Papierqualität zu bemerken …“ Solche Anfänge finde ich immer zum Kotzen. Ich möchte der Kritikerin, dem Rezensenten zuschreien, sich um den verdammten Inhalt zu kümmern und mich mit so unwichtigem Kleinkram wie der stofflichen Welt zu verschonen. Tja, und jetzt hat es mich doch erwischt. Ich nehme … mehr …

Kleinkunst, Liebe, Alkohol

Ich mag euch wegen eurer Kleinkunst recht gern! – eine Comic-Episode alternativen Stadtlebens Die Schönheit des Scheiterns Andreas Eikenroth, Edition 52, 2013 Andreas Eikenroths erste längere Veröffentlichung entpuppt sich als kurzweiliger Page-Turner mit dem gewissen Hauch Anspruch. Comics über zynische junge Menschen lesen wir ja spätestens gerne seit Clowes »Ghostworld«. Wer also von solchen in Deutschland lesen will und Bock … mehr …

A Tribute to Robert Crumb

Während im Juni dieses Jahres der FC Bayern in München seinen Dreifachtitel feierte und in den Straßen die damit verbundenen Rituale abgehalten wurden, fand gleichzeitig nicht weit entfernt und von der Presse leider nicht in gleicher Weise gewürdigt das »Comicfestival München« statt. Zu den Höhepunkten gehörte dieses mal der Besuch des einen und einzigen Robert Crumb, was wiederum Grund genug … mehr …

Liverfool – Die Geschichte des ersten Managers der Beatles

Helmut Schmidt hat einmal in einer Interviewreihe sinngemäß gesagt, er möge die Beatles, und sie hätten ja nichts mit Rock’n’Roll zu tun. Der belgische Comic-Autor Gihef und der französische Zeichner Damien Vanders sehen das anders und wollen es mit »Liverfool« beweisen. Sie sind sicher nicht die Ersten, die finden, dass sich jene angeblich ach so wilden Jahre Anfang der Sechziger, … mehr …